Studiofotografie

Dieses Thema dürfte das wohl umfangreichste an dieser Stelle werden, da es darüber sehr viel zu schreiben gibt.
Ich versuche jedoch, es möglichst kurz und knapp zu halten, ohne auf jedes Detail einzugehen.

In einem Fotostudio hat der Fotograf die Möglichkeit, mithilfe mehrerer Studioblitze eine Lichtsituation zu schaffen, die seinen Vorstellungen des Fotos entsprechen. Wichtig ist hierbei, genau wie Eingangs schon erwäht, dass man sich, bevor man überhaupt anfängt zu fotografieren, Gedanken darüber macht, wie das Foto nachher aussehen soll. Denn im Gegensatz zur Fotografie mit vorhandenem Licht lässt sich die Wirkung des Blitzlichtes nur mit Erfahrung vorhersehen, da das Licht ja erst beim Auslösen der Kamera ensteht, man es also vorher gar nicht sieht. Ausserdem lassen sich Studioblitze in ihrer Intensität regulieren, was man ebenfalls nicht schon beim Blick durch den Sucher erkennt. Die meisten Studioblitze verfügen zwar über ein Einstellicht, mit dessen Hilfe man sich ein ungefähres Bild von der Wirkung des Lichtes machen kann, diese Einstellichter sind aber nur ein Notbehelf.

Im Allgemeinen verwendet man einen Frontalblitz, der das Model zwar von vorn, aber aus leicht erhöhter Position beleuchtet. Dazu kann man bei Bedarf einen seitlichen Blitz verwenden, der die eine Hälfte des Models betont. Zusätzlich kann man noch ein sogenanntes Effektlicht setzen, welches fast immer hinter dem Model steht und es von hinten beleuchtet, um beispielsweise einen Lichtsaum um den Kopf herum entstehen zu lassen, oder den Hintergrund zu beleuchten.
Der Hauptblitz wird meist mit einer Softbox bestückt, was für ein weiches Licht und sehr weiche Schatten sorgt, da man harte Schlagschatten hier meist nicht haben möchte, beispielsweise bei einem Portrait.

Es gibt allerdings auch eine Variante, die sich “Bodyshapes” nennt, hierbei verwendet man nur einen einzigen Blitz schräg von der Seite, mitunter sogar ein wenig hinter dem Model stehend. Hier sind vielleicht harte Schlagschatten gewünscht. Das hängt von der Wirkung ab, die man mit dem Bild erzielen möchte.

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Auf dem Foto links kann man sehr gut sehen, wie ein einzelner Blitz als einzige Lichtquelle von der rechten Seite wirkt.
Hier habe ich lediglich diesen einen Studioblitz eingesetzt, um den Körper des jungen Mannes zu modellieren.
Der Blitz stand ein kleines Stück hinter dem Herrn und war von rechts auf ihn gerichtet. Jedoch habe ich bis auf eine Softbox keinerlei Lichtformer eingesetzt, .

Für dieses Foto verwendete ich vier Blitze. Ein Hauptblitz von schräg oben, einen weiteren von schräg vorn rechts, um eine Gescihtshälfte zu betonen, der dritte stand links von ihr und beleuchtet lediglich den Hintergrund und mit dem vierten Blitz entstanden die Reflexe links in den Haaren.
Mit diesem Lichtschimmer in den Haaren wirkt das Bild lebendiger. Normalerweise hätte auch dieses letzte Effektlicht auf die rechte Seite gehört, damit es mit dem Aufhellicht von rechts korespondiert, aber hier gibt es natürlich die Freiheit der Interpretetation.

005

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