Blende

Als Blende wird die Grösse der Öffnung am Objektiv bezeichnet, durch die das Licht auf den Film, in unserem Fall den Sensor  fällt.
In den meisten Fällen handelt es sich um eine Iris, deren Lamellen sich durch Drehen an einem Einstellring direkt am Objektiv weiter öffnen oder schliessen lässt.
Bei digitalen Spiegelreflexkameras, die mit automatischen Objektiven ausgestattet sind, lässt sich die Grösse dieser Öffnung durch ein Wählrad am Kameragehäuse beeinflussen.

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Blende 5,6

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Hier abgebildet sehen wir eine grosse Blendenöffnung, das heisst, die Blende ist sehr weit geöffnet.
Bemerkenswert ist hier die Zahl, die die Blende angibt, in diesem Fall ist es Blende 2,8

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Auf diesem Bild erkennen wir eine relativ kleine Blendenöffnung, die hier mit Blende 5,6 bezeichnet ist.

Je kleiner die Blendenzahl ist, desto weiter geöffnet ist die Blendenöffnung und umgekehrt.
Dies beeinflusst natürlich, wieviel Licht auf den Sensor fällt. Dem sind  konstruktiv bedingt Grenzen gesetzt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Lichtstärke eines Objektives. Die hier gezeigte Blende von 2,8 kann man durchaus als sehr lichtstark bezeichnen.
Um bei kleinerer Blende genügend Licht für das Foto zu haben, wird die Belichtungszeit natürlich verlängert, und zwar genau um eine Stufe pro Blendenstufe. Würden wir also bei Blende 8 mit einer 60tel Sekunde fotografieren können, würden bei Blende 11 eine 30tel Sekunde benötigen.

Aber nicht nur auf die Lichtmenge hat diese Blende einen Einfluss, sondern auch auf die sogenannte Tiefenschärfe
Damit bezeichnet man den Entfernungsbereich zwischen Objektiv und Motiv, in dem das Motiv noch scharf abgebildet wird. Je weiter die Blende geöffnet ist, die Blendenzahl also kleiner ist, desto geringer ist der Bereich der Entfernung Kamera - Motiv, in der das Motiv scharf ist.

Weiteren Einfluss auf die Tiefenschärfe hat die Brennweite eines Objektivs

Diesen Umstand kann man sich zunutze machen, indem man das Motiv vom Hintergrund “freistellt”. In unserem Beispiel wäre es die Ehefrau vor dem Kirchenportal.
Man wählt eine sehr grosse Blende (kleine Blendenzahl) und stellt auf die Augen der Person scharf. Die Folge ist, dass die Tür im Hintergrund unscharf wird, das Gesicht der Dame sich aber scharf davor abhebt. Die Konzentration des Betrachters wird also ganz auf die Person gelenkt und das Portal im Hintergrund lenkt nicht davon ab.

In unmittelbarem Zusammenhang mit der Blende steht die Belichtungszeit, die der Blende selbstverständlich angepasst werden muss, um die Lichtmenge einzustellen, die den Sensor erreicht.

blende
250px-Blenden_links_8_0_rechts_2_8_fcm

Hier haben wir einige typische Blenden zur Veranschaulichung zwischen Blendenzahl und Blendenöffnung.

Auf diesen beiden Fotos sieht man den Unterschied in der Tiefenschärfe sehr deutlich.
Links Blende 8, rechts Blende 2.8

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