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Je kleiner die Blendenzahl ist, desto weiter geöffnet ist die Blendenöffnung und umgekehrt. Dies beeinflusst natürlich, wieviel Licht auf den Sensor fällt. Dem sind konstruktiv bedingt Grenzen gesetzt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Lichtstärke eines Objektives. Die hier gezeigte Blende von 2,8 kann man durchaus als sehr lichtstark bezeichnen. Um bei kleinerer Blende genügend Licht für das Foto zu haben, wird die Belichtungszeit natürlich verlängert, und zwar genau um eine Stufe pro Blendenstufe. Würden wir also bei Blende 8 mit einer 60tel Sekunde fotografieren können, würden bei Blende 11 eine 30tel Sekunde benötigen.
Aber nicht nur auf die Lichtmenge hat diese Blende einen Einfluss, sondern auch auf die sogenannte Tiefenschärfe Damit bezeichnet man den Entfernungsbereich zwischen Objektiv und Motiv, in dem das Motiv noch scharf abgebildet wird. Je weiter die Blende geöffnet ist, die Blendenzahl also kleiner ist, desto geringer ist der Bereich der Entfernung Kamera - Motiv, in der das Motiv scharf ist.
Weiteren Einfluss auf die Tiefenschärfe hat die Brennweite eines Objektivs
Diesen Umstand kann man sich zunutze machen, indem man das Motiv vom Hintergrund “freistellt”. In unserem Beispiel wäre es die Ehefrau vor dem Kirchenportal. Man wählt eine sehr grosse Blende (kleine Blendenzahl) und stellt auf die Augen der Person scharf. Die Folge ist, dass die Tür im Hintergrund unscharf wird, das Gesicht der Dame sich aber scharf davor abhebt. Die Konzentration des Betrachters wird also ganz auf die Person gelenkt und das Portal im Hintergrund lenkt nicht davon ab.
In unmittelbarem Zusammenhang mit der Blende steht die Belichtungszeit, die der Blende selbstverständlich angepasst werden muss, um die Lichtmenge einzustellen, die den Sensor erreicht.
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